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  • »hexe reloaded« ist weiblich

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Dienstag, 21. Februar 2017, 21:06

Was sind gute Walks?

Wir haben einen neuen Star und fragen uns, wie gut sie ist (und werden wird). Aincrad hat im Showthread zur Sendung 2 Céline erst großartig laufen sehen. Shaft hat den Überschwang etwas gebremst. Und daraus hat Aincrad dann eine Frage an die community gemacht:


Zitat

Da wir aber schon mal davon reden, möchte ich an die Community oder an
die Experten von Catwalks fragen: Was sind denn die Kriterien, nach der
man (oder ihr) einen guten Walk bewertet? Ich kenne nun folgende:

  • gerade laufen
  • im Rhythmus
  • grosse Schritte
  • Blick beim Laufen
  • Pose in der MItte
  • kein Stolpern
Vergesse ich was oder auf welche Details kann man ebenso achten? Bin offen für andere Anregungen. ;)

Das hat mich auf die Idee gebracht, dass wir unsere ja durchaus verschiedene Ansichten dazu mal sammeln und durchgehen könnten. Am besten noch mit Beispielen.

Wenn ihr Lust habt da mitzumachen, dann achtet doch demnächst mal darauf, was euch auf den Entscheidungswalks bei GNTM oder auf den großen Laufstegen so an besondren Walk-Leistungen - im Positiven und Negativen - auffällt. Oder nennt einfach mal Namen, wer euch auffällt und aus irgendeinem Grund bemerkenswert erscheint.

Also gute walks, besondre walks, besonders schlechte walks ... alles, was die Frage bereichern kann, was ihr für Ansprüche an laufsteg-Auftritte ab.

Vielleicht kann man mit dem Material dann auch mal eine Umfrage zum Stimmungsbild im Forum machen.

***

Ich muss als Zwischenbemerkung dazu machen, dass ich mir beim Umsetzen der Idee jetzt nicht sicher bin, ob der Zweck die Mittel rechtfertigt. Ganz ehrlich: Céline wird die Staffel gewinnen. Es ist völlig wurscht, ob und wieviel sie laufen lernt. Das einzige echte Problem, das ich sehe ist, dass die GNTM- und OneEins-Kritiker den vermeintlichen Zweck immer gegen das Format gewendet haben und an den Siegerinnen mangelnde Model-Kompetenzen auszusetzen hatten. Bei Lovelyn, Stefanie und Vanessa, selbst bei Kim noch gab es jeweils ernsthafte Alternativen; da machte die Kritik Sinn. Das seh ich diesmal nicht. Es gibt zwar im Moment deutlich bessere als Céline; ich vermute, das wird bis zum Ende so bleiben. Aber das sind Mädel, die schon eine Modelkarriere haben und viel zu alt für so ein GNTM-Krönchen sind. So wie's jetzt aussieht, wird es diesmal keine echte Alternative geben. Und darum ist man de facto wieder im Luisa-Dilemma: man sieht den Fake-Wettbewerb und ist aber einverstanden mit der geplanten Siegerin. Dazu gehört eigentlich, dass man Viere und Fünfe grade sein lässt. Es macht keinen Sinn, auf Schwächen groß herumzureiten und man will eigentlich auch von Schwächen nichts wissen: wenn Céline im Bikini-Shoot ihren Körper verbirgt und eine Schulterblick-Pose mit herausspringenden Schulterblättern macht (wie viel deutlicher und absurder können Fehler sein?), dann finden die Fans es trotzdem lächerlich, dass sie ihr Battle nicht gewinnt.

Das sind absurd schlechte Bedingungen für ein Unternehmen, das bei allen Geschmacksunterschieden doch nur mit Objektivität funktionieren kann. Warum nicht einfach Céline gewinnen lasen und sich je nach Neigung drüber freuen oder es langweilig finden? Sie wird GNTM-Siegerin mit einem Vertrag bei OneEins-Fab. Also muss sie nicht besonders gut laufen können.

Deswegen wäre meine Bitte: das thread-Thema doch nicht allzu sehr auf Céline zu verengen.

***

Zur Sache würd ich gern am anschaulichen Video-Beispiel vorgehen, aber mir fehlt leider gerade die Zeit zum Raussuchen. Deswegen mal als erste Antwort nur das Folgede:

Tipps für Anfängerinnen und Kriterien für gutes Laufen sind nicht unbedingt dasselbe: ersteres kannst du dir über YouTube in Massen herunterladen, aber die Experten haben eine schlimme Neigung, den Anfängern was vom Pferd zu erzählen. Das macht nicht selten den Eindruck eines Panoptikums oder Müll-Abladeplatz aus den letzten 50 Jahren. Das hilft nicht wirklich und zielt meistens nur auf Kaufhaus-Shows.

Kriterien für gutes Laufen ändern sich mit den Shows und mit der Zeit. Bei den Tipps von Bruce Darnell aus den ersten GNTM-Jahren ist so einiges dabei, was heute einfach als völlig gleichgültig behandelt wird (das Geradehalten des Kopf mit den berüchtigten Buch-Balancier-Übungen) oder sogar als lächerlich altbacken gilt (wie etwa das Drehen im Walk). Das hat u.a. mit dem Bedeutungsgewinn der streetwear zu tun: du bewirbst Dinge für den Alltagskonsum nicht mit elaboriertem Gehabe. (Du drehst dich normalerweise auch nicht auf der Straße.)

Selbst Hüftschwung und Beincrossing, die großen Klasssiker der alten Laufstegkunst, werden heute zumeist deutlich zurückgenommen. (Jean Paul Gaultier dagegen benutzt die alten Muster gezielt; wenn du da landen willst, musst du eine Menge davon können.) Es gibt inzwischen Shows, wo alle besonderen Laufsteg-Kriterien aufgegeben sind; da werden dann aber auch keine berufsmäßigen Models mehr benötigt.

Dennoch kann es ja den Blick schärfen, auch die Kriterien der "alten Schule" zu kennen. Aus deiner Liste, Aincrad, fallen dabei "gerade gehen" und "nicht stolpern" schon mal raus; man hat ja Sorge, als Experte die nötige Würde rüberzubringen und nimmt das als selbstverständlich gegeben.

- große Schritte: ja. Es hängt natürlich auch vom Tempo ab, aber prinzipiell wird darauf immer geachtet. Unter den aktellen Topmodels fällt Greta Varlese öfter mal durch kürzere Schrittlängen auf: das bekommt etwas Trippelndes im Gang, wirkt unruhig und leicht künstlich. (Ein paradoxer Effekt, da ja die meisten Frauen auf Heels kürzere Schritte machen, aber die Wahrnehmung von Unsicherheit oder gar Behinderung ist meist absolut unerwünscht. Als Ausnahme gilt praktisch nur, wenn vorher zur großen Freude eine Partnerschaft mit Louboutin angesagt war; dann dürfen sich die Models zu Werbezwecken auch gern mal die Hacken brechen.)

- im Rhythmus: Vorsicht! Manche Models wiegen sich furchtbar im Takt. Da sieht man natürlich, dass sie Spass satt ham, aber das ist meist nicht der Zweck. Wenn du ein gleichmäßiges Tempo meinst und eine Schrittfolge, die zur Showmusik passt, dann kommt das schon hin. Das Abweichen von der Musik "gelingt" ja eh nur wenigen; meistens überträgt sich ein Takt ganz spontan (schon wenn die Freundin neben dir Metal-Heels trägt). Heidi spießt das öfters mal auf, wenn Mädel sich gar zu unmusikalisch zeigen. Als Fashion-Fan schau ich regelmäßig Show-Videos mit neu unterlegter Musik; manchmal ist das sehr ärgerlich, aber die Bandbreite der Akzeptanz ist schon groß. Das Kriterium kannst für meine Begriffe etwas runterstufen.

- Blick beim Laufen. Auf jeden Fall Augen auf, lach, aber bitte den Blick nicht herumschweifen lassen. Das wirkt meist unsicher und eine gezielte Publikumsansprache können nur wenige. "Fokussierter Blick" wird häufig empfohlen, aber es sollte nicht zu starr ausfallen. "Visier einen Punkt in oder leicht über der Kamerameute an." Beim Posen nachher "wirfst" du den Blick natürlich neu. Da kommt es dann schon wieder darauf an, mit den Kameras "spielen" zu können. Die Zauberer wissen, dass Augen und Hände die Blicke der anderen magisch anziehen: was immer du mit ihnen machst gehört zur Inszenierung und landet die größten Wirkungstreffer. Sparsam einsetzen und den Effekt aufs Outfit optimieren - wäre auf dem Laufsteg angesagt. GNTM ist Fernsehen und das mag schon etwas mehr an action.

- Pose in der Mitte: wenn, dann ja. Posen sind (als sichtbarer Theatereffekt) schon in vielen Shows inzwischen unerwünscht. Aber wenn, bist du in dem Moment auf jeden Fall der Mittelpunkt, und das macht sich schlecht am Rand, klar. Auf den echten Laufstegen bist du heute fast nie allein. Soviel Zeit haben die Shows nicht, es sollen meist möglichst viele Outfits auf die Bühne gebracht werden. Wenn dann Posen erwünscht sind, musst du in dem Moment natürlich alle Aufmerksamkeit auf dich ziehen. Bei GNTM bist du oft allein auf der Bühne und der Mittelpunkteffekt ist gewollt erhöht. Außerdem hast du kein Publikum an der Seite, sondern eine Jury, die vorne auf dich wartet. Da die selber schon mittig platziert ist und noch eine eigne goldene Mitte hat, klappt das soweit auch meistens spontan.

Nur das Posen selber nicht so leicht. Das wird vermutlich einer der Punkte, wo die Meinungen hier am ehesten auseinandergehen. Für Anfänger ist das häufigste Problem, dass sie nicht wissen, was sie mit ihren Händen tun sollen und aber auch nicht bloß vorne rumstehen dürfen ohne was zu tun: da hat sich als Tipp eingemodelt, die Arme in die Hüfte zu stemmen. Ein andrer ist, Spiel- und Standbein kurz zu wechslen und einmal mit der H´üfte nach links und einmal nach rechts zu gehen. Bei Hieid ist diese Wackelei nicht sonderlich beliebt. (Bei mir auch nicht.) Starke Präsenz ist das Ziel, und alles standardmäßig oder gar einstudiert Wirkende beeinträchtigt deine Stärke.

Da wäre noch einges zu sagen, aber wohl wirklich besser am Videobeispiel.

Weitere wichtige Punkte sind:

- als erstes die berühmte "attitude". Das ist nicht bloß "ein arrogantes Gesicht aufsetzen", sondern die Frage, mit welcher Ausstrahlung du rüberkommst. Und pühsisch-technische Dinge spielen da auch hinein: gerade, aufrechte Körperhaltung ohne alle merklichen Verspannungen (der Schultern und Hände z.B.!), das Kinn hoch und in der Bewegung locker und ernergisch wirken (wie immer der Show angepasst; manchmal ist fröhlich, manchmal sexy und sinnlich stärker angesagt). Ein gesenkter Kopf wirkt schnell nach mangelndem, eine zu weit hoch getragene Nase nach überzogenem Selbstbewusstein. Und Selbstbewusst, "conficende", ist neben der attitude das zweite große Hauptwort der Modelbeurteileung, die allem Technischen übergeordnet sind.

- Schultern zurück und gerade halten. Das wurde lange bis in Puppen- oder Roberterhafte überzogen und gehörte zu einem der ersten Dinge, die du in der Modelschule beigebracht bekommst: Kinn hoch, Schultern zurück, Becken nach vorne und die Arme hinter dem Körper schwingen lassen. "Das Becken geht als erstes über die Ziellinie!" Ich hab es immer gehasst. Der Effekt ist natürlich, dass du die Arme im Schultergelenk quasi auskugelst und die Dinger wie Gummigliedmaßen hinter dir in der Gegend schlenlern. Wenn man die Models von der Seite sah, mit den Armen drei Schritt hinterm Körper, musst man einen Lachkrampf kriegen. Der modische Zweck war dabei vowiegend auf die Silhouette von vorn gesehen berechnet. Ausgestellte Röcke oder die z.B. bei Dior beliebten Jackenschößchen würden duch die schwingenden Arme ständig bewegt und für das gewünschte "Bild" gestört. Das Ideal des Frauenkörpers war die Designerzeichnung. Das ist zu meiner Genugtuung inzwischen deutlich zurückgenommen, wenn auch längst nicht ausgestorben. Aber wie gesagt: das gehörte zu den essentials, die ein Model beherrschen sollte!

- Oberkörper ruhig halten. Es wirkt nicht nur "majestätisch", sondern hat den Effekt, dass so das Outfit in Ruhe betrachtet werden kann. Es reicht, wenn die Röcke schwingen. Das ist leider auch ziemlich wenig geachtet heute. Die Körperwackler sind eine Plage geworden, wie ich finde.

- Hüftschwung. Das geht in der Bedeutung auch zurück mit dem Gendercrossing in body und outfit, wird aber m.E. wohl Pflicht für die weiblichen Models bleiben. (Und Tabu für die männlichen.) Hüftschwung betont die weiblichen Kurven, bringt die Röcke in Schwung und die Rückansicht in Stimmung. Auch hier klar: bei Dior weit wichtiger als bei Chanel. Aber dennoch meist Pflicht. Und eine verdammt schwere: der Sportunterricht in der Schule und das Lacen der Jungs hinter deinem Rücken bewirk4en Bewegungsabläufe, die Mächen selten noch so die Hüfte schwingen lassen, wie's auf dem Runway erwünscht ist. Und das zu Lernen fällt ganz schwer! Viele imitieren den Hüftschwung und holen die Bewegung in Wahrheit aus dem Oberkörper (der dadurch extrem unruhig wird) oder aus den Fußgelenken (was dann zu ständig verdrehten Heels führt). Häufig istz auch das Kopfwackeln eine Folge der Schwierigkeit mit dem Hüftschwung: die Steuerung funktioniert grobmotorisch, du konzentrierst dich darauf, die Hüfte wackeln zu lasen, und der Kopf wackelt unwillkürlich mit. (Bei meinen Übungen war es der Unterkiefer, der immer mitschwang, lach)

- Crossing der Beine/Füße. Gehört weitgehend zum Bewegungsbild des Hüftschwungs dazu. Bei den Männern stört breitbeiniges Laufen gar nicht, bei den Frauen wohl gerade deswegen: es sieht "männlich" aus. Wird aber auch zunehmend abgeschliffen. Nicht zuletzt, wiel die Casting Direktoren heute immer mehr "new faces" in die Shows platzieren, die oft kaum laufen können (und deswegen um so mehr eingesetzt werden: sie braichen ja Übung).

Der letzte Punkt zeigt dann natürlich wieder, dass man die Frage des guten Laufens auch für die Verhältnisse der "großen Laufstege" leicht übertreiben kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »hexe reloaded« (21. Februar 2017, 21:15)


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Aincrad

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Dienstag, 21. Februar 2017, 21:47

Ja, ich war etwas voreilig und noch fan-geblendet am Anfang bei Célines Walk... ;)
Cool hexe, dass du diesen Thread eröffnet hast, und dann noch so umfangreich. Werde sicher hier mitlesen und evtl. selbst mitreden. Danke dir. Schuld dir was :thumbup2:
LG
euer Aincrad

„How old must I have been, when I was obsessed with the fantasy of a steel castle that floated in the sky?
I wanted to leave the ground, to fly to that castle. For a long, long time, that was my only desire...
You know, Kirito-kun, I still believe, that in some other world, that castle truly exists."

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Mittwoch, 22. Februar 2017, 09:04

Beispiele für tolle Walks gibt's bei GNTM eine ganze Reihe, aber wenn ich mal so die letzten vier Jahre zurückschaue dann fällt mir vor allem eine Kandidatin ein: Lisa - die mit Abstand beste Läuferin der 10. Staffel! Ihre Walks waren immer ein Paradebeispiel dafür wie ein guter Lauf auf dem Runway auszusehen hat - Tough, Straight, Power, Ausstrahlung, Energie sowie Eleganz - und das konnte man bei ihr schon in der allerersten Folge sehen: https://www.youtube.com/watch?v=iLbr6ASY5Pk

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Donnerstag, 23. Februar 2017, 14:56

dann fällt mir vor allem eine Kandidatin ein: Lisa - die mit Abstand beste Läuferin der 10. Staffel!]


Selbst in diesem extrem schwachen Cast der 10ten Staffel,teile ich deine Meinung diesbezüglich nicht.
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Donnerstag, 23. März 2017, 20:03

Ja stimmt schon, wenn die Energie und das Selbstbewusstsein stimmen, achtet man auch weniger auf kleinere technische Mängel

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Montag, 15. Mai 2017, 22:51

Ich muss mich hier gegen Ende der Staffel mal entschuldigen, dass ich das nicht fortgeführt habe. Aber da waren nicht nur technische Schwierigkeiten, wie ich die Walks der Mädel zur Besichtigung wiedergeben kann - sondern schon Schwierigkeiten, überhaupt beurteilbare Walks zu finden! Das ist bei GNTM einfach nicht mehr vorgesehen. Die Treppen-Parcours etc. geben ja schon vor, was Kamera und Schnitt dann nochmal unterstreichen: Rhythmus, Schwung und Ausstrahlung eines Walks zu zeigen, ist fürs Fernsehen zu langweilig.

Und dann kamen die auffälligen Verkürzungen gerade auch in der Abbildung von Célines Leistungen hinzu. Da lag ja eigentlich das Interesse, auf das ich mit dem Thread reagieren wollte. Für mich technisch schwer zu machen. Aber ich war dann auch die Falsche für den Job. So schwach wie sie dann aussah, hab ich Céline bei weitem nicht erwartet. Und es macht mir wenig Spaß, das Negative festzuhalten.

Feel free to disagree!

Psychologisch hab ich Thomas' Aussraster nach dem Plein-Walk so verstanden, dass er Célines Verbesserung gelobt sehen wollte. Auch Heidis Frage an Céline zielte wohl schon darauf ab: "Wie hast du dich selber gesehen?" - "Besser." Ich vermute mit Recht. Das wenige, das man sehen konnte, wirkte nicht besonders gut, aber eben auch nicht so problematisch wie der Happy-90s-Walk. Heidi WOLLTE, dass die Verbesserung festgehalten wurde. Gut? Wohl eher nicht. Aber besser! Ein Fortschritt! Lasst uns was Positives über Céline sagen. Und dann spuckt Michalsky rotzfrech in die Suppe. Und Hayo fährt richtig aus der Haut.

Was man aus der Situation wohl als erstes entnehmen darf ist: nicht der Plein-Walk jetzt stand für Célines übliche Leistung, sondern eher der problematische zu Happy 90s. Der Verdacht bestärkt sich, dass Célines Leistungen im Walk sehr zu wünschen ließen.

Und wenn's so war, dann war's jetzt auch nicht der große Mangel, das nicht im Einzelnen studiert zu haben. Ich guck schon lieber einer Ivana zu. Und die Schwächen der Beliebten sind nie ein dankbares Thema.

Deswegen: Sorry. Aber war vielleicht auch besser so.

Bettyna

Model

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Montag, 15. Mai 2017, 23:34

Also ich hatte das so verstanden, dass wir hier alle zusammen gute Walks sammeln, nicht nur Du, hexe, und nicht nur aus dieser Staffel. Wie auch immer: danke fürs Auffrischen dieses Threads.

Da ich ja sonst keine Runwayshows gucke und mein Model- udn Laufstegwissen größtenteils aus GNTM beziehe, fallen mir natürlich nur GNTM-Walks zu dem Thema ein.

Hier zwei meiner Lieblingswalks aus Staffel sechs – der Walk in Dessous (das war damals noch so außergewöhnlich in der Sendung, dass er extra so genannt wurde *hust* …
Sehr schön auch hier: ein noch frischer, knackiger Hayo, der Zeit und Muße hatte, seine Worte zu wählen und treffend zu formulieren – und bei den Walks ein ganz anderer Filmschnitt ohne Zeitlupen und künstliche Verkürzungen):

Rebecca
http://www.prosieben.de/tv/germanys-next…de-11-staffel-6
Beginnt bei 15:52

Amelie
http://www.prosieben.de/tv/germanys-next…de-11-staffel-6
Beginnt bei 2:20

Keine Sorge, ihr müsst keine Werbephasen aushalten, die eingeplanten Werbepausen sind leer.

Beide Walks gefallen mir ausgesprochen gut, weil:
  • voller Ausdruck, voller Stärke und trotzdem verspielt und sexy
  • das Thema ist getroffen und voll ausgespielt
  • beide laufen im Takt und machen große, sichere Schritte
  • beide bauen kleine Gimmicks ein, die den Walk unverwechselbar machen
  • die Blicke sind bewusst gesetzt und Teil der Show
  • und trotzdem die Dessous auch billig wirken könnten, weil sie mit viel Schwarz und Strapsen und Seide und Glitzer … tun sie das nicht oder nur eingeschränkt, einfach weil die Performance so atemberaubend ist.
Jetzt frage ich mich Folgendes:
Ist diese Art zu laufen nicht mehr modern? Haben sich die Runway-Regeln und Gesetze in den sechs Jahren so komplett geändert? Oder liegt es an Pro7, dass Walks von solcher Qualität in der aktuellen Staffel kaum vorkamen?

Wie gesagt, ich habe sonst keine Ahnung von Runwayshows (und wenn ich hier durchs Forum doch mal in eine reingerate, wende ich mich in den meisten Fällen mit Grausen ab, so abgedreht kommt mir das meiste vor).

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hexe reloaded (15.05.2017)