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  • »hexe reloaded« ist weiblich

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Samstag, 26. März 2016, 15:30

Jetzt aber möchte ich etwas einwerfen, was ich einfach nur schrecklich finde. Ohne es zu werten, ohne Jemanden anzugreifen, und ohne eine genaue Begründung dafür zu finden: Es geschieht nämlich gerade etwas, was auch in viel schlimmeren Fällen z.B. vor Gericht geschieht, als jetzt nur beim vorliegenden Fall: Das Opfer wird zum Täter gemacht.

Kim bekommt kaum Verständnis, kaum Mitgefühl. Sie bekommt "was für ein Drama", "ist ja alles nicht so schlimm" und "wie kann man nur". Im günstigsten Fall bekommt sie ein "Gähn".

(...)

Und zweitens kann ich nur schwer nachvollziehen - und ich meine das kollektiv, ohne Jemand bestimmtes damit zu meinen - wie wenig Empathie für dieses Sache vorhanden ist. Ja, sie hat geschrieen in ihrem ersten Schmerz - es gibt Menschen, die machen das, wenn etwas fast nicht mehr zu ertragen ist.

Also ich finde es nicht angemessen und nicht stimmig, da nochmal ein Fass aufzumachen und Empathie der Zuschauer einzufordern. Wenn hier jemand Kims Reaktion verächtlich gemacht hat, und sei's nur mit einem "was soll das denn, sich da so aufzuregen" dann fände ich da eine konkrete Gegenrede gegen den- oder diejenigen richtig. Darin würd ich dich sofort unterstützen. Aber nicht, hier allgemein oder gar "kollektiv" einen Mangel an Empathie zu beklagen.

Ich versteh auch nicht was du meinst und glaube eher, dass du Dinge zusammenführst, die man auseinanderhalten sollte: die Reaktion im ersten Moment und die Haltung aus dem zeitlichen Abstand heraus; das Verhalten von unmittelbar Betroffenen gegenüber Kim und die Stellungnahmen von TV-Zuschauern gegen einen Sender, der aus der Szene mit Trailern beworbenes Unterhaltungsfernsehen im Abendprogramm macht. Ich finde, wenn man die verschiedenen Ebenen mal auseinanderhält, dann sollte man anerkennen, dass es hier auch Grund fürs Abwinken und für entschiedene Ablehnungen geben kann. Die Frage ist da nur, was konkret gemeint ist.

Ich z.B. hab mich beim Sehen über Kims heftige Reaktion gewundert. Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass ich insgesamt irritiert war von Kim und ihrem Freund. Dass im Gespräch Elemente von (falschem) Stolz auf BILD-Prominenz und Entsetzen ineinanderliefen, zähl ich noch zu den normalen Dingen. Aber dass die beiden nach dem Aufruhr um ihr Umstylings-Skypen so völlig naiv gegenüber Mithörern und laufenden Kameras sein sollten, das fand ich schon etwas befremdlich. Sollte Kim völlig ahnungslos sein, von wo die Kamera auf sie drauf hält? Ist ja keine Entschuldigung für das Senden der Szene, und erst Recht kein Grund, über Kim irgendwie zu richten. Aber irritiert hat mich ihr Verhalten schon. OK, das nur als zusätzlicher Hintergund.

Danach dann kommt sie zu den andern Mädels und zeigt sich heftig aufgelöst. Wie gehst du damit um als Betroffene? Also als eins der Mädel, zu denen Kim gerade kommt? Ich denke, die meisten werden es so nehmen wie es ist, als einen Ausdruck von Schmerz, Empörung, Verletztsein. Und konkret auf der "richtigen" Ebene reagieren: Kim mit Anteilnahme, Zuhören und körperlicher Zuwendung das geben, was sie offenbar gerade braucht. Ok, einige werden auch vielleicht gleich im ersten Moment abwinken. Aber ich sehe keinen Grund zu unterstellen, dass sich die Mehrzahl hier spontan abweisend und "empathielos" verhalten würde.

Ich vermute auch, dass die tatsächlich Betroffenen so reagiert haben. Wir haben jedenfalls entsprechende Bilder dafür gesehen. Da GNTM ein Container-Format ist, kann man annehmen, dass tatsächlich im gegebenen Augenblick eine laufende Kamera präsent war. Dass wir dann noch mehrere Mädel mit Betroffenheits-Ausdruck, Hand vorm Mund etc in bildlich optimaler Weise eingefangen sehen, das spricht entweder für eine unglaublich geniale Kamerapräsenz oder für nachgestellte Szenen, denen durch mangelnde Schauspielkunst etwas leicht Unglaubwürdiges anhaftet. Auch da aber denke ich: kein Grund daran zu zweifeln, dass es im Wesentlichen so war und Kim tatsächlich die Zuwendung bekommen hat, die sie brauchte.

Aber wir hier - wir sind keine Betroffenen. Wir haben mit diesem ersten Moment konkret nichts zu tun. Der Moment ist auch lange vorbei und wir haben Kim da nichts zu geben außer einem allgemeinen "ja, das kann ich verstehen, dass sie da erstmal entsetzt ist". Man selber reagiert so oder anders. Wer's unbedingt braucht zu sagen "ach ich hätte das souveräner genommen" - bitte sehr.

Aber nochmal: Wir sind nicht Betroffene. Wir sind TV-Zuschauer, denen die von Kameras eingefangene Szene von der GNTM-Regie als Teil einer Unterhaltungsserie zur besten Fernsehzeit aufbereitet wurde. Wir sind Voyeure. (Und wären es auch, wenn die Kameras etwas weniger auf Kims Hintern gehalten hätte.) Kim hat sich nicht an uns gewendet. Und wir haben ihr nichts zu geben außer dem allgemeinen Urteil, dass ihre erste Aufregung verständlich ist. Und die Sache selber unschön. Mit einer großen Portion öffentlicher Niedertracht.

Hat die Regie wohl Kim's Einverständnis eingeholt, die Szenen zu senden? Daran darf man zweifeln. Die Art der Szenen macht das eher unwahrscheinlich. Auch von daher muss man festhalten, dass es nicht Kim ist, die sich an uns wendet. Der Vorgang ist nicht, dass hier jemand um Zuwendung sucht und unsre Empathie gefragt ist. Sondern hier verwendet ein TV-Sender Material aus einer von ihm hergestellten Container-Situation und macht daraus Unterhaltungsfernsehen. Das ist die Spekulation des Big-Brother-Formats, genau dafür sind die Kameras immer anwesend und halten drauf: um aus jedweder persönlichen Verletzung und Aufgewühltheit Stoff für Fernsehpublikum zu machen. Nicht um Täter zu benennen und Opfer zu schützen oder umgekehrt. Sondern um ihr Publikum in aufgeregte Debatten zu treiben.

Ich weiß nicht, wie das in dem Thread hier "live" angekommen ist. In den Postings mit einem Tag Abstand hab ich die Ruhe des Abstands gesehen. Und ich habe diese distanzierte Ruhe für angemessen und sogar gut befunden. Ich sehe auch überhaupt nicht ein, warum wir jetzt mit Abstand diese Distanz wieder aufgeben sollten. Das gibt die Sache selber einfach nicht her. Und vor allen Dingen haben wir schon von Kim selber ein klares Signal, dass sie mit der Sache abgeschlossen hat. Was bitte sollen wir da aufgeregt nachkarten und eventuell gar noch spekulieren, was für schlimme Dinge aus der Vergangenheit in Kims heftiger Reaktion mitgeschwungen haben mögen? Für mich hieße das, am Ende das Spiel von BILD-Zeitung und pro7 mitzuspielen und Kim zum Opfer von Sensationslust zu machen.

Nein, der Vorfall gehört in die Rubrik "Busenblitzer" eingeordnet und abgetan.

Kim ist Modelkandidatin in einem TV-Format mit Millionenpublikum. Als Model kann dir ein solches Missgeschick passieren. Du suchst es zu meiden und schaffst es nicht immer. Und dann stürzen sich Leute drauf und machen billige Sensatiönchen draus. Die anzuratene und von Kim schon praktizierte Antwort darauf ist: hak' es ab. Gib dem kein Futter und zeig dich souverän. Luisa Hartema hatte einen Busenblitzer in der Jad Ghandour-Show. Der kam sogar durch ungeschicktes Modelverhalten zu stande: einer Hüftstemmer-Pose, die ihre Jacke zwangsweise öffnete. Das hat GNTM selbst gesendet. Und es war nicht viel dabei - weil Luisa das mit einem spontanen "uups" weggegrinst hat. Hinterher war es in so einigen Online-Gazetten und ist es jetzt, ja: "für immer im Internet". Aber was soll's? Es ist blöd. Und blöd passiert.

Von mir bekam und bekommt der Nippelalarm darum ein "herzhaftes Gähnen". Ich tue die Sache mit Bewusstsein als langweiliges Zeug ab und verhandle das Thema von Herzen als Niedertracht, dem man keine zusätzliche Aufmerksamkeit schenken sollte. Wenn du dich in Kims Situation einfühlst und diese Einfühlung auch öffentlich bekunden willst, dann hat das selbstverständlich auch sein Recht. Aber diese Reaktion auch von anderen nachträglich einzufordern, das halte ich nicht für gut.

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  • »kaesbrot« ist männlich

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Samstag, 26. März 2016, 16:26

Für mich geht "Nippegate" auch mehr in Richtung Sturm im Wasserglas.
Es macht doch einen großen Unterschied aus, ob sich jemand für Geld vor der Kamera auszieht oder ob man durch ein bloßes Versehen für ein paar Sekunden ihre Brüste sieht.
Zur "Affäre" wurde das Ganze erst dadurch, dass es die Bild und Pro7 dazu gemacht haben.
Heidis Doppelmoral diesbezüglich ist das eigentlich Peinliche.
"Ihr könnt jederzeit zu mir kommen, ich bin immer für euch da..."
Man hätte aber zum Wohle Kims auch die ganze Sache zumindest innerhalb der Show einfach ignorieren können, dann hätten nämlich deutlich weniger Leute überhaupt davon mitbekommen.

Unter dem Deckmantel der Aufklärung lässt sich so sogar noch "politisch korrekt" Sensationsgier lukrieren.
Mich würd es gar nicht wundern, wenn das Ganze von Bild und P7 zusammen eingefädelt worden wäre.
Der Paparazzo, der komischerweise immer nur unscharf zu sehen ist.

Wenn man in diesen hysterischen Betroffenheitskanon miteinstimmt, tut man, hart gesagt, dessen Verursachern sogar noch einen Gefallen.

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tecu

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283

Samstag, 26. März 2016, 18:32



Kim bekommt kaum Verständnis, kaum Mitgefühl. Sie bekommt "was für ein Drama", "ist ja alles nicht so schlimm" und "wie kann man nur". Im günstigsten Fall bekommt sie ein "Gähn".

(...)

Und zweitens kann ich nur schwer nachvollziehen - und ich meine das kollektiv, ohne Jemand bestimmtes damit zu meinen - wie wenig Empathie für dieses Sache vorhanden ist.


Also ich finde es nicht angemessen und nicht stimmig, da nochmal ein Fass aufzumachen und Empathie der Zuschauer einzufordern.


Aber nochmal: Wir sind nicht Betroffene. Wir sind TV-Zuschauer, denen die von Kameras eingefangene Szene von der GNTM-Regie als Teil einer Unterhaltungsserie zur besten Fernsehzeit aufbereitet wurde. Wir sind Voyeure. (Und wären es auch, wenn die Kameras etwas weniger auf Kims Hintern gehalten hätte.) Kim hat sich nicht an uns gewendet. Und wir haben ihr nichts zu geben außer dem allgemeinen Urteil, dass ihre erste Aufregung verständlich ist. Und die Sache selber unschön. Mit einer großen Portion öffentlicher Niedertracht.

Auch von daher muss man festhalten, dass es nicht Kim ist, die sich an uns wendet. Der Vorgang ist nicht, dass hier jemand um Zuwendung sucht und unsre Empathie gefragt ist.



Ich lass mich da gerne korrigieren, aber geht es bei Empathie nicht darum sich in andere Personen hineinzuversetzen? Sprich nicht von sich auszugehen (ala warum reagiert Kim meiner Meinung nach übertrieben, ich hätte so und so gehandelt und demnach Unverständnis gegenüber der Situation), sondern zu verstehen, was die Person fühlt und es nachzuempfinden auch wenn man anders handeln würde?

Habe hier noch nichts nachgelesen, da ich bis jetzt nur 30min. von der Sendung nachschauen konnte (blöder Laptop). Aber ich hab ein paar Kommentare auf Kleiderkreisel gelesen und war schon etwas "entsetzt" wie einige die Situation mit Kim kommtierten. Ich hätte eventuell auch anders reagiert, aber ich hatte absolutes Mitleid mit Kim, da es sie ja sehr hart getroffen hat - wie es scheint. Keine Ahnung, aber wenn ihr es scheinbar schlecht ging in der Situation würde mir persönlich niemals in den Kopf kommen zu denken "oh man was stellt die sich denn an, ist doch kein Weltuntergang". Jeder, wirklich jeder hat doch sein Päckchen zu tragen. Natürlich, es ist menschlich zu denken, dass andere größere Probleme haben, genauso wie es menschlich ist, dass man bei Nichtigkeiten durchzudrehen (falls die wichtig für einen sind). Aber...ach ich weiß auch nicht, ich fands einfach nur krass bei Kleiderkreisel zu lesen, wie viele die Situation als Nichtigkeit abzutun (die es für einen persönlich vielleicht auch ist, aber ja scheinbar nicht für die Person, die es durchlebt hat). :(

:evillaugh: "Möge der Glücksschlüpfer mit dir sein" :evillaugh:


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Samstag, 26. März 2016, 19:09

Ich fühle mich von Pro7 bei Kims Nipplegate verarscht, missbraucht, manipuliert.

Die ganze unglaubliche G'schicht mit den Paparazzi, die man angeblich nicht abhalten konnte, dem eigenartigen Telefonat, Heidis verlogenes Geschleime (sorry), das Aufbauschen und Vorführen, Kims tatsächliches oder überdramatisiertes Entsetzen - all schreckt mich ab und bringt mich eher dazu, MICH vor derlei Schund zu schützen, als mich in den Sumpf zu begeben und Gefühle provozieren zu lassen.

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Kardamom (26.03.2016), DarkSoul (26.03.2016)

  • »hexe reloaded« ist weiblich

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285

Samstag, 26. März 2016, 19:14

Ich lass mich da gerne korrigieren, aber geht es bei Empathie nicht darum sich in andere Personen hineinzuversetzen?

Um die Bereitschaft und die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, ja. Die Frage war aber, ob das hier angemessen war und auch im Nachhinein einzufordern wäre.

Meine Antwort: für die Betroffenen war's in der Situation auf jeden Fall angesagt. Für die Fernsehzuschauer während der Szene nur bedingt. Nachdem Kim die Sache verarbeitet hat, ist es nur noch Wasser auf die Mühlen von BILD und pro7.

TV-Zuschauer von Container-Formaten sehe ich übrigens generell NICHT als empathisch an, obwohl sie natürlich vielfach die Fähigkeit in tollem Maße mitbringen mögen. TV-Zuschauer von Container-Formate sehe ich eher als Voyeure, die sich mitfühlend in Dinge hineinversetzen, die sie eigentlich gar nichts angehen. Und das führe ich eher nicht unter dem positiven Begriff der Empathie.

Zuschauer-Stellungnahmen aus den verschiedenen Social Media-Orten leiden vielleicht wirklich unter einem starken Einmichungs- und Aburteilungs-Syndrom. Je giftiger und abschätziger, desto facebook, sozusagen. Für mich ist das Hauptproblem damit aber nicht ein Mangel an Empathie, sondern die Un-Kultur der Einmischung, die keine Grenzen und kein Lassen mehr kennt. Da gibt es dann die negatve Variante, die über alles herziehen und alles richten muss, und die scheinbar positive, die alles verstehen und alles mitleiden und zum Teil grenzenlos aufbauschen muss.

Ich finde nicht, dass es überall und jederzeit angesagt ist, mitzufühlen. Man könnte ruhig auch mal die Füße still halten und überlegen, ob die jeweilige Sache ein großes Mitfühlen wert ist oder eher nicht und vielleicht sogar nach hinten losgeht.

In diesem Fall sehe ich eher den Versuch eines Senders, aus einem kleinen Problem ein großes Theater zu machen, zu seinem und der BILD-Zeitung Nutzen, und zu keinerlei erkennbaren Nutzen des Opfers Kim. Da finde ich dann weniger Mitfühlen und mehr Nachdenken gut.

Kim hat die Sache verarbeitet. Und damit ist gut.



P.S.:
Ich kenn die Diskussion aus dem Kleiderkreisel jetzt nicht und will da niemand zu nahe treten. Deine Schilderung hat mir nur ein allgemeines Bild von Forums-Debatten hervorgerufen, wo eine aufgeregte Stellungnahme die gegenteilige motiviert und niemand mehr einen Schritt zurück tritt und überlegt, um was es in der Sache eigentlich noch geht und was an offenen Problemen da ist, die nach Lösungen verlangen. Darauf bezog sich das "Füße mal stillhalten".

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Lunessa

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Samstag, 26. März 2016, 22:40

Ich finde die Reaktion sowohl von Heidi/Pro Sieben als auch die von Kim scheinheilig. Zu Heidi/Pro Sieben muss ich nicht viel sagen, wenn die Paparazzi nicht von selbst gekommen wären, hätten Heidi/ Pro Sieben der BILD wahrscheinlich persönlich den Busenblitzer gesteckt. Eine bessere Werbung hätten sie gar nicht bekommen können.

Und was Kim betrifft: Während des Telefonats mit ihren Honey turnt sie ungeniert vor der Kamera in einen Höschen rum, das nur knapp den Schambereich verdeckt. Und die Kamera hält freudig voll drauf.
Und dann bekommt Kim angeblich wegen einen aus der Ferne aufgenommenen, verpixelten, kaum zu erkennenden Busenblitzer einen Nervenzusammenbruch? Lächerlich!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lunessa« (26. März 2016, 23:48)


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Samstag, 26. März 2016, 22:41


Um die Bereitschaft und die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, ja. Die Frage war aber, ob das hier angemessen war und auch im Nachhinein einzufordern wäre.


:) Ich stellte keine Frage - weder ob etwas einzufordern wäre, noch sonst eine. Ich schrieb:

Zitat

Jetzt aber möchte ich etwas einwerfen, was ich einfach nur schrecklich finde. Ohne es zu werten, ohne Jemanden anzugreifen, und ohne eine genaue Begründung dafür zu finden:


und wollte damit eigentlich einen Gedanken teilen. Eine Erkenntnis, etwas was mir aufgefallen ist. Vielleicht nimmt Jemand etwas daraus mit, vielleicht nicht. Für *mich* war es wichtig, diesen Beitrag zu schreiben.




(...)
Nein, der Vorfall gehört in die Rubrik "Busenblitzer" eingeordnet und abgetan.


Klipp und klar, und alles klar :)

Klipp und klar von mir - ich sehe das anders. Ich finde, man kann da noch ganz viel Anderes darin sehen. Und daraus lernen. Aber Jede/r wie er mag, und gerne auch Jede/r für sich. Ich meinerseits muss zu dieser Sache hier auch kein mehr Fass aufmachen :D

Mich interessieren die Gedanken und Erkenntnisse anderer User hier immer sehr, ich fand's z.B. toll zu lesen, dass nicht nur mir die Kamerahaltung beim Telefon aufgefallen ist. Bestätigungen sind natürlich immer nett, aber oft sind es gerade die Gedanken, die mir selber nicht gekommen wären, die mich persönlich weiterbringen. Das Thema Busenblitzer hingegen, gegessen und durch - das hilft Kim eh am meisten.

  • »Honigkuchenpferd« ist weiblich

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Samstag, 26. März 2016, 23:49

Hexe, danke. :thumbup: Die Ebenen, die du ansprichst sind ein guter Punkt.
Jemanden, den ich kenne sehe ich mit anderen Augen, ich kenne auch seine Macken. Jemanden, denn ich kenne und mag toleriere ich mit seinen Macken.
Aber ich kenne Kim nicht, ehrlich gesagt, möchte ich keine der Frauen kennenlernen. Sie interessieren mich nicht. Ich hätte Kims Zusammenbruch ohne diese Moraldiskussion schon längst vergessen.
Außerdem, ist es eine Unterhaltungssendung und nicht ein Zwangslager, in dem junge Frauen zur Prostitution gezwungen werden, um uns zu unterhalten, wie hier es teilweise hier dargestellt wird ;).
Klar, darf man und soll man Trashfernsehen kritisch sehen, aber wenn man anderen eigene Sichtweise aufzwingen möchte, hört der Spaß auf. Manche Menschen haben keine Lust auf ständiges kollektives Empören über den Sender, die Mechanismen des Trashfernsehens (die schon so lange bekannt sind) oder Ausbeutung der Kandidaten oder Zuschauer und sonstige Bosheiten. Es bedeutet nicht, dass sie blöder sind als die "Erleuchteten" und es nicht wissen, mit welchen Mechanismen Fernsehen arbeitet, es bedeutet, dass sie diese Sendung einfach schauen wollen und nicht in die Tiefe eindringen. Warum sollte es verkehrt sein Spaß zu haben, auch wenn es nur Spaß am Lästern ist. :) Diese Methoden, mit dem Trashfernsehen arbeitet sind wahrscheinlich seit 20 Jahren oder länger bekannt, warum redet man immer noch darüber, vor allem, warum unterstützt man es noch durch Einschalten und Zuschauen, wenn man es so fürchterlich findet?
Wenn ich so zartbesaitet bin und das alles so schrecklich finde, dann lasse ich einfach und schaue nicht weiter, was ich übrigens schon tun wollte und tun will, aber diese Sendung bietet immer noch anscheinend genug Positives.
Wenn ich schon dabei bin, möchte auch "kollektiv" etwas ansprechen. Mir wird hier im TMF in der letzten Zeit viel zu oft Moralkeule geschwungen.
Kaum sagt jemand etwas Kritisches auf eine unverblümte Art und Weise, schon meldet sich die jemand anderes, der ihn belehrt, dass man das so und so nicht sagt oder was er ganz furchbar findet.
Ich war schon immer gegen Shitstorms, seitenlanges Verspotten, wie es bei Jana Beller mal der Fall war (vieles wurde in ihrem Thread, so viel ich weiß, deaktiviert und ist nicht mehr nachzulesen) Ich war schon immer gegen hässliche Beleidigungen der Kandidaten, wie "Pferdefresse" Aber was momentan hier geschieht, ist so übertrieben.
Momentan kann man nicht mal sich über eine Reaktion der Kandidatin wundern, man darf sich nicht über Augenverdreher und Respektlosigkeiten einer anderen Kandidatin wundern, ohne, dass gleich moralische Belehrungen kommen, wer der Bösewicht ist, über wen und was man sagen darf.
Ich finde auch die Beiträge von Knallbunt oder Tennisfan nicht so schlimm. Warum werden sie immer belehrt? Knallbunt nicht mehr, ich habe wahrscheinlich nicht alles von ihm gelesen. Tennisfans Beiträge mag ich nicht alle, aber ich finde sie nicht schlimmer, als was ich sonst hier gelesen habe. Knallbunts Beiträge mag ich sogar sehr gerne.
Was mich wundert, es sind oft Leute, die selbst kaum was schreiben. Wenn euch die Beiträge nicht gefallen, dann macht es doch einfach besser und schreibt etwas.
Diese Empathie- und Moralkeulen zwingen eine angespannte Atmosphäre auf. Ich komme mir manchmal vor, als wäre ich in der Schule oder Kirche, auch wenn ich nicht betroffen bin.
Und ist es moralisch, jemanden als empathielosen Eisberg abzustempeln nur weil er eine Reaktion eines wildfremden Menschen für übertrieben hält?
Vielleicht sollte man die Kirche im Dorf lassen.
OK, ich wundere mich manchmal auch über Aussagen, aber manchmal klärt es sich einfach, wenn ich nachfrage. Kein Grund denjenigen als Unmensch abzutun (ok es gibt Ausnahmen ;))

Ich hätte eventuell auch anders reagiert, aber ich hatte absolutes Mitleid mit Kim, da es sie ja sehr hart getroffen hat - wie es scheint.


Man kann beides, sich über die heftige Reaktion wundern und trotzdem Mitleid haben
GNTM Favoriten
Hana N. - Barbara M. - Vanessa H. - Luisa H. - Carolin S. - Jüli Ü.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Honigkuchenpferd« (27. März 2016, 00:03)


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