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Arti

Topmodel

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Dienstag, 19. Mai 2015, 23:21

Staffel 10 Presse

Hier könnt ihr posten, was über die aktuelle taffel geschrieben wird.

Hatten wir das schon?

Wer ist raus? Joop? GNTM 2015: 10 Gründe für Heidi Klum, Wolfgang Joop, Thomas Hayo

http://www.noz.de/deutschland-welt/medie…oop-thomas-hayo


Ein Textausschnitt:

3. Die Jugend braucht Hayos Englischstunde!

Gute Englisch-Kenntnisse sind nicht nur auf dem Catwalk ein Must. Kaum ein TV-Format bemüht sich so konstant um den Zweitspracherwerb wie GNTM. Diskret eingeflochtene Fallbeispiele betonen die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen. (Lisa wird zum Magermodel, weil ihr Englisch für den Pizza-Service nicht reicht.) Wie die „Geolino“ baut der Sprachpädagoge Thomas Hayo den englischen Grundwortschatz spielerisch in seine Redebeiträge ein. Warum „abliefern“ sagen, wenn’s das schöne Wort „delievern“ gibt? So wird lernen zum Spaß!
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XaosPrincess

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Dienstag, 19. Mai 2015, 23:47

GNTM-Bashing

Was sagt ihr eigentlich zu diesem andauernden GNTM-Bashing, das momentan wohl zum guten Ton zu gehören scheint.

Ich habe diesen GNTM-positiven aus der "Welt" auf Facebook gepostet www.welt.de/vermischtes/prominente/article140880499/Warum-GNTM-eine-wertvolle-Sendung-ist.html und dafür neben einigen Likes einen Shitstorm geerntet, der sich gewaschen hat.

Dafür ist meine Timeline gerade voll mit Artikeln dieser Art www.stern.de/kultur/tv/germanys-next-topmodel-carolin-kebekus-ueber-heidi-klum-2190837.html?utm_source=facebook-fanpage&utm_medium=link&utm_campaign=300415-1330 und Leute, die sich weigern, diese "Verdummung auf breitmöglichster Basis" jemals tatsächlich selber anzuschauen, fordern das Verbot der Sendung, weil sie ja unemanzipiert und magersüchtig macht :-P

Wie sind da Eure Erfahrungen und Ansichten?

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Radhika

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Mittwoch, 20. Mai 2015, 02:10

Ich finde es befremdlich, dass eine erwachsene Frau, Mutter von Teenagern, als "modernes Märchen" bezeichnet, jedoch als Abbild der Realität beschreibt, wörlich: "über alle Maßen erhellend", dem normalen Leben "verdammt ähnlich.", mit in ihren Augen realistischer Darstellung von sozialer "Interaktion, Freundschaft, Verrat, Koalitionen und Konkurrenz". Daneben stellt sie das bekannte Kinderbuch "Wir Kinder aus Bullerbü", das in ihren Augen eine "verlogene Welt" zeichnet.
Nun kenne ich allerdings niemanden, der Bullerbü als etwas anderes versteht als ein Prddukt schriftstllerischer Phantasie und eine positive Utopie. Das Wort "verlogen" scheint mir in diesem Zusammenhang ebenso unangebracht wie die Gleichsetzung einer kommerziellen, an Quoten orientierten Castingshow, deren Aufhänger die Suche nach einem Topmodel ist und die einen Realitätsanspruch erhebt, den sie nicht einlösen kann. Bizarrerweise erkennt die Autorin die Sendung in Teilen als gescripted, bleibt aber bei ihrer Wertung. Wie sie und ihre Töchter damit umgehen, dass ein Durchschnittsmädchen eher nicht 178 cm groß ist, um die 50 kg wiegt und über ein für Schönheitswettbewerbe taugliches Gesicht sowie entsprechende Proportionen verfügt, erklärt sie nicht. Sie ist wohl noch zu sehr davon in Anspruch genommen, dass sie ein Mädchen trotz des Makels zu hoher Wangenknochen als schön akzeptieren konnte. Die groben Punkte werden vielleicht später abgearbeitet. Die Autorin beschreibt, wie sehr ihre Töchter sich mit den Protagonistinnen der Sendung identifizieren, verliert aber kein Wort darüber, ob und wie sie realisieren und verkraften, dass sie mit diesen vermutlich in mehr als nur im Hinblick auf ihr Aussehen nicht mithalten können.

Die Autorin widerspricht sich selbst, wenn sie GNTM einerseits als "modernes Märchen" bezeichnet, die Sendung jedoch andererseits als wertvolle Einführung im Hinblick auf die Anforderungen des Berufslebens beschreibt. Eine "normale" Frau muss sich die Möglichkeit, nach New York und Los Angeles zu reisen, bspw. erst eimmal verdienen - mit ganz gewöhnlicher Arbeit. Die allerdings setzt anderes voraus als Schönsein und katzbuckeln vor Heidi. Reisen in die ganze Welt und eine luxuriöse Unterbringung auf Zeit sind heutzutage keine Traumvorstellung mehr. Sehr viele Menschen können sich solche Möglichkeiten mit Hilfe von Arbeit schaffen. Was man dazu braucht, sind Bildung, Interessen, Perspektiven, "Skills" unterschiedlicher Art. Das zeigt die Sendung nicht, und sie gibt Teenagern auch keine Hilfen dazu an die Hand, wie man im Berufsleben reüssiert. Allerdings dürften die wenigsten 13- oder 15-Jährigen nach Sightseeing in New York gieren. In dem Alter sind meistens andere Dinge wichtig.
Ein Märchen stellt GNTM wohl eher in Bezug auf die Aufmerksamkeit und Bewunderung dar, die einzelnen Mädchen aufgrund ihrer Schönheit zuteil wird. Sie werden frisiert, gestylt, fotografiert, stehen im Mittelpunkt, haben Fans, werden von Jungs begehrt, weil sie so gut aussehen.
Erkennt die Auorin den Druck, der durch solche Vorbilder für die jungen Mädchen enststeht? Als Vorbild erkennt die Teenager-Mutter Heidi Klum ja offenbar uneingeschränkt an, als"fantastisch bekannt, fantastisch emanzipiert, fantastisch erfolgreich". Denkt sie auch mal daran, dass Frauen jahrzehntelang dafür gekämpft haben, nicht auf ihre sekundären Geschlechtsmerkmal reduziert zu werden, keine Stöckelschuhe, sexy Röckchen und Tonnen von Make-up tragen zu müssen, um akzeptiert zu werden? Daran, dass es alternative Lebensentwürfe gibt?

Fragt sie sich, warum die Sendung emotionale Konflikte inzwischen derart überzeichnet darstellt? Warum die echte Zickigkeit der ersten Staffeln, wie sie z.B. von Fiona oder Anni ausging, heute offensichtlich nicht mehr ausreicht und eine Zickendarstellerin wie Darya ran muss? Fragt sie sich, ob bei ihren Töchter und ihre Altersgenossinnen der Eindruck entsteht, dass diese scripted reality das wahre Leben sei? Ihr selbst erscheint sie ja "stinknormal". Sie verliert kein Wort darüber, dass GNTM - anders als Astrid Lindgren und die Brüder Grimm es taten - den Anspruch erhebt, die Realität der Mädchen und der großen Modelwelt darzustellen. Dass ihre 13-jährige Tochter in vollem Umfang erkennt, dass dies nicht zutrifft, ist kaum zu erwarten.

Die Kinder von Bullerbü sind auch mal frech. Aus Astrid Lindrens gesamtem Werk ist ihre Sympathie für diesen kindlichen Ungehorsam herauszulesen und die Wertschätzung des Wahrheitssinns und der Überlebenskraft der Kinder.
Mir scheint, die Autorin des Welt-Artikels findet es ganz angenehm, dass GNTM darauf angelegt ist, Mädchen "auf Linie" zu bringen. Freche Kinder sind anstrengend, und Kinder in ihrer Autonomie zu bestärken auch. Da nimmt Heidi der Mutti doch einiges an Arbeit ab.

Ich bin voll bei Carolin Kebekus.

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Mittwoch, 20. Mai 2015, 06:55

Klasse. GNTM als Mütter-Debatte.

Bloß meine fehlt mal wieder. Ist sich schon wieder zu fein dazu. Setzt sich nicht daneben, lässt keine feministischen Kommentare ab und applaudiert auch nicht. Was ist bloß mit der los? Interessiert die sich nicht für uns oder was? Warum haben wir nicht eine, die bei uns ist und "Ja, so ist das Kapitalismus" nickt, wenn Darya wieder einen los lässt? Manno. Alles muss man selber begreifen.

Da hab ich jetzt 9 Jahre Scheiß geguckt, mich blöd geträumt und geärgert, und jetzt erst, wo ich's nicht mehr aushalten mag, da kommt endlich eine und erklärt mir, dass das Bildungsfernsehn war. Pädagogisch wertvoll. Meine Schwester und ich aber haben immer allein davor gesessen und z.B. gar nicht mitbekommen, dass man das Sitzen neu lernen muss. Und das Bewegen der Körperteile! Ich weiß nicht mal, in welcher Folge das dran war. Und das Früh-Aufstehen und spät ins Bett gehen? Ich war ja komplett im falschen Film!

"Wie viele Leute daran beteiligt sind, damit der Schein erzeugt wird, der für die Titelseite eines Hochglanzmagazins gewünscht ist." Zum Geier, ich hab mich total ablenken lassen, weil Vanessa nicht richtig lachen kann und Katharina Daryas Kleid klaut! Wie viele Leute waren das denn jetzt? Hat jemand von euch vielleicht aufgepasst?

"Wir haben gelernt, dass ein Model nichts ist, außer der Fläche seines Körpers, die es zur Verfügung stellt – dem Kunden, der dafür zahlt." Wahnsinn! Und ich krieg nicht mal den Satz kapiert.

Wenn ich mir dann noch vorstelle: die sind 13, haben das jetzt zum ersten Mal gesehen und schon so viel gelernt. Was da noch alles dazu kommen kann an geistiger Reife, wenn du im nächsten Jahr nochmal das Gleiche lernst. Und Zwanzig17 bis Zwanzig20 geht's wieder nach L.A. und dann wird beim Cosmo-Shoot ja noch immer Schein gewünscht. Da lernst du ja ohne Ende. Ich glaub den Mädchen kann später keiner was vor machen.

Andrerseits bin ich natürlich froh, jetzt nicht so'ne Mutter wie diese Claudia zu haben. "Hässliche Fratze!" Die würde uns das Bildungsfernsehen noch verbieten! Guckt alleine und weiß alles - aber wir dürfen nicht und müssen selber gucken, wie wir sitzen und unsere Körperteile bewegen. Und wie bitteschön sollen wir lernen, dass in der Wirklichkeit immer alles geskripted ist? Wenn du nur Bullerbü kennst, dann hälst du ja alles für heile Welt und wenn dann eine wie Darya kommt, dann spuckst du der vielleicht noch in die Fresse statt das alles zu durchschauen...

Nee, wenn ich jetzt so richtig drüber nachdenke glaub ich, dass diese Claudia sich damit schon ziemlich geschadet hat, die Sendung allein zu sehen. Wenn die da von "Niedertracht" schreibt, von Erwachsenen gesteuert, die genau wissen was sie tun ... da sieht man doch genau, dass die selber nur als Erwachsene redet und sich überhaupt nicht identifiziert und auch nicht hinguckt wie die 13jährigen das machen und wie aufregend und spannend das ist, 13 zu sein. Und darum geht's doch!

Echt toll, wie Kathryn das dann auf den Punkt bringt!

Claudia sagt: "Darf man so auf Gefühlen rumtrampeln? Darf man Traumvorstellungen ausnutzen, Hoffnungen machen und dann auf mieseste Art zerstören?"
Und Kathryn antwortet: "Ich finde: Ja, man darf. Man muss sogar."

Auf jeden Fall! Je mieser, desto besser! Warum genau, sagt sie jetzt leider nicht. Aber na ja, wenn die Märchen der Gebrüder Grimm nicht schon geschrieben wären, dann würde die CSU sie heute verbieten wollen. Und das sagt doch wohl alles. Oder?


Edit
*Ironie aus*
Zum Glück werden die 13jährigen älter und wollen dann mehr.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hexe reloaded« (20. Mai 2015, 07:01)


Arti

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Mittwoch, 20. Mai 2015, 22:51

Daneben stellt sie das bekannte Kinderbuch "Wir Kinder aus Bullerbü", das in ihren Augen eine "verlogene Welt" zeichnet.



Ich bin heute zu erledigt, um noch etwas Gescheites zu schreiben.
Ich habe den Artikel, aus dem du zitierst, gerade gelesen.
Du zitierst diese Textstelle nicht richtig und veränderst dadurch den Sinn.
Die Autorin hat nicht gesagt, dass Astrid Lindgren in "Wir Kinder von Bullerbü" eine verlogene WWelt gezeichnet hat.
Sie sagt, dass die Welt von Bullerbü in ihrer Heilheit verlogen ist.

Das ist wahr. Es gibt eben ein Bedürfnis nach Geschichten, die in einer heilen Welt spielen. Dieses Bedürfnis teilen Kinder mit Erwachsenen. Darum machen uns auch Happyy Ends glücklich.
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Donnerstag, 21. Mai 2015, 00:12

Daneben stellt sie das bekannte Kinderbuch "Wir Kinder aus Bullerbü", das in ihren Augen eine "verlogene Welt" zeichnet.



Ich bin heute zu erledigt, um noch etwas Gescheites zu schreiben.
Ich habe den Artikel, aus dem du zitierst, gerade gelesen.
Du zitierst diese Textstelle nicht richtig und veränderst dadurch den Sinn.
Die Autorin hat nicht gesagt, dass Astrid Lindgren in "Wir Kinder von Bullerbü" eine verlogene WWelt gezeichnet hat.
Sie sagt, dass die Welt von Bullerbü in ihrer Heilheit verlogen ist.

Das ist wahr. Es gibt eben ein Bedürfnis nach Geschichten, die in einer heilen Welt spielen. Dieses Bedürfnis teilen Kinder mit Erwachsenen. Darum machen uns auch Happyy Ends glücklich.


Ich habe die Textpassage nicht vollständig zitiert. Die Formulierung "verlogene Welt" in Bezug auf Bullerbü wird von der Autorin allerdings gebraucht. Vollständig lautet die betreffende Stelle:
"Wenn ich meine Töchter fragen würde, was sie sehen wollen: Bullerbü oder Topmodel – sie würden nicht lange nachdenken. Offenbar ist etwas in ihnen, das ihnen die Gewissheit gibt, dass sie groß genug sind für "GNTM". Und vor allem, dass sie nun zu groß sind für die heile, aber in ihrer Heilheit auch verlogene Welt von Bullerbü."
Ob es sich nicht um den Vorwurf einer Zeichnung einer verlogenen Welt handelt, weil diese lediglich "in ihrer Heilheit" verlogen sei (aber nicht darüber hinaus), ist Interpretationssache. Ich habe bereits geschrieben, dass die Verwendung Vokabel "verlogen", und es bleibt für mich gleich, ob man sie nun auf die Geschichten an sich oder nur auf die sie bestimmende heile Welt bezieht, gänzlich unangebracht ist. Es handelt sich bei den Bullerbü-Büchern um pure Fiktion. Ich habe sie Utopie bezeichnet. Ja, in Bullerbü ist die Welt heil und diese Eigenschaft stellt einen oder den wesentlichen Aspekt dar.
Was ist es aber für eine absurde Forderung an einen Romanschriftsteller, ein realitätsnahes Abbild der Wirklichkeit entwerfen zu sollen? Was wird Frau Spoerr erst J.K.Rowling oder Herrn Pratchett vorwerfen müssen?
In diesem Kontext ist die Frage, ob Lindgrens Bullerbü-Welt an sich oder nur "in ihrer Heilheit" verlogen ist, für mich Haarspalterei. Mein Zitat war zugegebenermaßen unvollständig. Als sinnenststellend empfinde ich es nicht.

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Donnerstag, 21. Mai 2015, 17:22

Ich weiß nicht, manchmal habe ich das Gefühl, dass Kinder unterschätzt werden.

Ich schaue GNTM, seit ich 12 bin (jetzt bin ich 21). Das Einzige, wozu mich GNTM in all den Staffeln gebracht hat, war, dass ich dieselbe Haarfarbe wie Barbara haben wollte und mir die Haare getönt hab. Das war so harmlos, die Farbe war eh nach nem Monat wieder draußen. Und danach war's auch egal. Ich bin ein kleiner Zwerg, nur 1.58 groß. Will ich gern größer sein? Ja. Aber nur deshalb, weil ich manchmal nicht einmal an die obersten Supermarktregale rankomme. Will ich so groß sein wie die von GNTM? Auf keinen Fall. 1.65 hätt ich einfach schön gefunden, mehr muss nicht sein. Esse ich nur noch Salatblätter und versuche, mich auf 40 Kilo runterzuhungern? Nein. Ich habe GNTM immer gerne geschaut, weil ich die Fotoshootings mochte und ich manche Kandidatinnen hübsch fand. Vorbild - na ja. Nicht seit Barbara. Und auch bei der waren's nur die Haare.

Kinder und Jugendliche werden manchmal von den Medien für blöd verkauft, hab ich das Gefühl. Als ob sie nur zusehen und alles wie ein Schwamm aufsaugen. Ich glaube, wenn überhaupt, dann wirkt sich GNTM über Schulhofgespräche etc. auf einen selbst aus. Aber selbst das war nicht der Fall bei uns. In meiner Klasse war GNTM ein beliebtes Thema und niemand von uns war magersüchtig/untergewichtig oder hatte Komplexe wegen seiner Größe (die meisten waren bis zur letzten Klasse ungefähr in meiner Größe). Klar hat man über die eine gesagt, sie hat schöne Haare oder tolle Augen. Aber Nachahmen? Nein. Nachgeahmt wurden bei uns eher die beliebten Mädchen aus der Schule (stellt euch Gossip Girl vor...auf so einer ähnlichen Schule war ich, Privatschule voller reicher Snobs), aber nicht die Kandidatinnen.

GNTM hab ich meistens allein angesehen oder mit meinem Vater, weil ich ihm immer leid getan hab, dass ich alleine dasitzen musste. Mein Vater hat die Sendung immer sehr lustig/hämisch genommen, nie aber mit dem Finger gezeigt und gesagt, so darf ich nicht werden, so ist nicht das reale Leben blabla. Der traute mir zu, dass ich auch mit 13 gut unterscheiden kann zwischen Sendung und Realität. Und er hatte recht.

Ich wusste schon damals, dass solche Auslandsreisen alles andere als selbstverständlich sind. Dass ich erstmal gehörig Geld verdienen muss, bis ich mir überhaupt einmal L.A. leisten kann. Und dass meine erste Bleibe nicht eine ewig große Villa sein wird. Nur weil man 14 ist, ist man nicht komplett desillusioniert.

Natürlich hat man seine Lieblingskandidatinnen. Auch wenn ich nie passioniert war, gab es einige in meinem Jahrgang, die da wirklich arg mitgefiebert haben. Aber bei keiner hat sich das irgendwie ungesund ausgewirkt.

Also ja - GNTM ist eine Trash-Sendung, über deren Niveau sich streiten lässt. Aber bei den ach so negativen Auswirkungen auf die junge Generation wird meiner Meinung nach übertrieben. Ich für meinen Teil kann aus meinen eigenen Erfahrungen nichts davon bestätigen.

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Donnerstag, 21. Mai 2015, 19:18

Super beschrieben, liebe Cait!! Ganz vielen Dank insbesondere auch für den altersspezifischen Erfahrungsbericht!!
Ich bekomme das ja immer nur aus meinem methusalemischen Mütter-Alter von 43 mit, aber ich bin (auch aus Erinnerung daran, wie ich in dem Alter drauf war) fest davon überzeugt, daß Teenager wesentlich mehr Analyse-Fähigkeiten haben, als ihnen von den nach Zensur brüllenden Helikopter-Müttern zugestanden wird.
Ich denke zwar schon, daß die GNTM-Kandidatinnen für von vornherein schon magersüchtig veranlagte Mädchen zum Vorbild werden können, aber aus diesem Grund die ganze Sendung zu verbieten, halte ich für genauso abwegig, wie Bob Marley auf den Index zu setzen, nur weil Kiffer ihn gerne hören während sie sich einen Joint drehen.

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